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1000 Jahre Arduboy – das nachträgliche kleine Review

Heute wollen wir einmal kurz über den Arduboy sprechen. Das kleine Handheld im Scheckkartenformat wurde bereits 2015 bei der Crowdfounding Plattform Kickstarter angekündigt und von vielen Unterstützern erfolgreich ins Leben gerufen. Mittlerweile ist etwas Zeit vergangen und der perfekte Zeitpunkt um ein wenig über das Handheld, sowie seine Spiele, zu berichten.

Der Arduboy basiert auf Arduino und hat eher schwache Specs:

  • ATmega32u4 CPU,
  • 32KB Flash,
  • 2,5KB RAM,
  • 1KB EEPROM,
  • 128×64
  • 1Bit OLED Display
  • Piezo Lautsprecher (Piepser)

Man darf und sollte es daher auf keinen Fall mit anderen portablen Konsolen vergleichen. Das Handheld wurde gebaut, um eine Plattform für Spieleprogrammierer, Tüftler und Fans zu schaffen. Arduino ist eine Programmiersprache ähnlich C oder C++ und lässt hier viel Spielraum. Das Ganze in einem sehr kleinen Format, so dass man es immer mit sicher führen kann. Es passt sogar in Kartenfächer vieler Geldbörsen.

Während es primär sicherlich eher zum Spielen gedacht ist, sind jedoch auch Anwendungstools vorhanden und so kann man aus seinem kleinen Arduboy auch ein Telefonbuch, Notizblock, elektronische Visitenkarte etc. machen.

Durch die o.g. schwächeren Specs sind keine aufwändigen Spiele möglich. Dennoch darf man auch kein Game&Watch erwarten.

Der Arduboy siedelt sich irgendwo in der Mitte an. Immerhin sind Spiele wie Zombies ate my Neighbors (Virus LQP-79), Zelda (Arduventure, Ardynia), Castlevania (Castleboy), Space Taxi (Space Cab), Star Fox (Starduino), Shmups wie z.B. Sirene oder ein Sim City Clone namens Micro City in einem eingeschränkten Rahmen möglich.

Die Steuerung ist dabei wirklich ohne Probleme, auch wenn die Buttons etwas “clicky” sind. Keine Lags oder ähnliches, der Sound beschränkt sich auf Piezo-Piepserei und der beleuchtete OLED Screen hat ein ungewöhnliches Format. Dennoch ist alles spielbar und macht auch Spaß, sofern gut programmiert.

Leider passt immer nur ein Spiel in den kleinen Speicher des Arduboys, so daß man ihn, wenn man etwas Neues spielen mag, zuerst mit dem PC/Mac verbinden muss. Das Überspielen geht zwar sehr schnell und dauert meist nur 1-3 Sekunden, dennoch ist das ein wenig nervig. Eine Lösung könnte das noch unangekündigte, aber erwähnte, Handheld “Ardugirl” (wird ggf. nicht der finale Name) sein. Dies soll ein Farbdisplay und genug Speicher für alle veröffentlichten Games bieten. Wir sind schon mal gespannt wann es endlich offiziell wird.

Wer auch mal alternativen Handhelds wie diesem eine Chance geben mag und gerade den kleinen Formfaktor schätzt, der ist hier absolut richtig.

Sim City auf einem Handheld zu zocken, welches in ein Kartenfach der Geldbörse passt… unbezahlbar cool irgendwie 😀

Hier noch ein paar Ingame Videos, so daß man sich auch einmal einen kleinen Eindruck machen kann:

Starduino:

Starduino Gameplay

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Virus LQp-79:

Virus LQP-79 version 1.0 for Arduboy

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50 Spiele für den Arduboy:

50 Games for Arduboy

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Über Regor

Sammelt seltsames Retrozeug hat ein Faible für Roboter.

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