Was hat die alljährlich im Dezember stattfindende Jose-Carreras-Spendengala mit Frank Herberts „Dune“ zu tun?

Nun, für mich kam es hier im Jahr 1995 zu einer Überschneidung, welche bis heute bedeutsam ist. Ich war seinerzeit stolzer Besitzer eines 486ers und Cryos Umsetzung des Science-Fiction-Klassikers gehörte zu meinen Lieblingsspielen. Zudem neigte ich schon damals dazu, mir in Buchkalendern akribische Notizen zu den jeweiligen Highlights und Aktivitäten des Tages zu machen.

Das ist übrigens bis heute der Fall, ich habe mir auf diese Weise eine Art „Lebensarchiv“ der letzten 25 Jahre aufgebaut und kann immer wieder einmal schauen, was ich in der Vergangenheit so getrieben habe.

Daher weiß ich genau: am 18. April 1995 war es soweit, ich hatte zum ersten (jedoch lange nicht zum letzten) Mal das Spiel geknackt. Der Wüstenplanet hat mich dermaßen fasziniert, dass ich mir eine Woche später den zugrundeliegenden Roman gekauft habe (das war mir ebenfalls eine Notiz im Kalender wert).

Meine Highscore-Werte habe ich auf einem Notizzettel festgehalten, welchen ich später als Lesezeichen für den Roman verwendet habe (und den ich nur deshalb ebenfalls noch besitze). Der Wiederspielwert von „Dune“ war für mich extrem hoch, weil ich die erreichten Bestmarken immer weiter toppen wollte. Das kann man gut an dem Geschmiere auf dem Zettel erkennen. Und so saß ich wohl auch am 22.12. noch an dem Spiel, um die Harkonnens ein weiteres Mal zu besiegen, nur eben schneller.

Als ich irgendwann genug hatte, begab ich mich nach unten ins elterliche Wohnzimmer. Und was lief gerade im TV? Richtig, die allererste Ausgabe der Carreras-Gala, bei der zahlreiche Stars auftraten um Spenden für die Leukämie-Stiftung des bekannten Tenors einzusammeln. Diese Sendung ist für mich deshalb immer mit der Vorweihnachtszeit, aber auch auf eine seltsame Weise mit „Dune“ verbunden und gehört fest ins jährliche TV-Programm. Selbstverständlich wird dann auch immer etwas gespendet.

Und noch etwas: dass ich „Dune“ sehr gern mag, habe ich sicher deutlich gemacht. Daher war es mir ein besonderes Vergnügen, vor einiger Zeit für das RETURN-Magazin einen ausführlichen Bericht über die Entstehung des Spiels schreiben zu dürfen, und aus diesem Anlass einige der Macher zu interviewen.

In diesem Sinne, eine frohe Vorweihnachtszeit Euch allen!

Und falls jemand interessiert ist: heute Abend MDR einschalten, und gerne auch eine Spende dalassen!

Über Steffen Anton

Schreibt für die awesome Return und ist wohl das einzige Barney Stinson Double in Deutschland. Befüllt nun langsam seinen Retrochannel Nerdstuff & Nostalgia und hat ein sexy Monkey Island Tattoo.

Schau mal hier

Ein Terence-Hill-Film, der gar keiner ist!

Steffen möchte Euch einen Film aus der "Klamauk-Kiste" empfehlen. Wenn Ihr Freunde von lustigen Komödien im Westernsetting (wie z.B. die mit Terence Hill) seid, dann schaut Euch "Cipolla Colt" an.

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