Der Review-Marathon geht weiter. Diesmal knüpfen wir uns das “Pocket Sprite” vor. Das gerade erst erschienene Gerät soll das kleinste vollwertige Handheld aller Zeiten sein. Wie klein es im Endeffekt wirklich ist und ob man damit überhaupt noch spielen kann… wir werden es erleben!

Mit 5,5 x 3,2cm liegt die Konsole gut in der Hand. Also im wahrsten Sinne. Denn sie geht eher darin unter. Der Begriff “Handheld” wurde hier eindeutig neu definiert.

Ein Gameboy Micro wirkt dagegen schon wirklich riesig. Weiterhin wiegt das Gerät lediglich 23g.

Auf dem eingebauten 1,3″ (!) OLED Screen kann man größere Schriftzüge (wie z.B. die Menüauswahl) noch recht gut lesen, innerhalb von Spielen sieht das anders aus. Aber dazu gleich mehr. Das Pocket Sprite verfügt über ein Steuerkreuz, vier Buttons (2x Feuer, Start und Select), sowie einem Power bzw. Option-Schalter auf der Oberseite. Geladen wird es mittels microUSB, wie es uns schon von Smartphones gut bekannt sein dürfte. Eine volle Akkuladung soll ca. 2h halten. (solange wird man aber wahrscheinlich eh nicht am Stück spielen). Ein eingebauter Lautsprecher, sowie ein WiFi Modul runden das Gesamtpaket ab.

Schaltet man das Handheld mit einem kurzen Druck auf den Power-Button an, landet man im Hauptmenü. Dort wird einem eine Auswahl aktuell installierter Emulatoren angeboten. Momentan sind das GNUboy (für Gameboy & Gameboy Color), sowie SMS Plus (für Master System & Game Gear). Eine Beta-Version eines Famicom/NES Emus kann man auch bereits downloaden. Sobald die Community das Gerät angenommen hat, dürften auf jeden Fall mehr Sachen erscheinen. Man darf hier wirklich gespannt sein.

Da wir uns mit den vorinstallierten Games erst gar nicht abgeben wollen, suchen wir auf unserem PC zuhause ein WLAN Netzwerk, welches über den Pocket Sprite nun geöffnet wurde. Ist man damit verbunden, geht man auf eine bestimmte Browserseite und es öffnet sich eine Art Filebrowser. Hier kann man gemütlich Files löschen oder vom PC kopieren. Natürlich interessieren uns erstmal ein paar Klassiker, welche ratzfatz überspielt sind. Auf der Konsole selbst merkt man von dieser Prozedur nichts.

Gehen wir nun jedoch in einen der Emulatoren (wie in unserem Fall GNUBoy), werden die neuen Spiele sofort angezeigt.

Fangen wir mit Super Mario Land an, eines der meist gespielten Games auf dem klassischen Gameboy.
Das Titelbild ist sofort zu erkennen und auch nach dem Start trällert uns die bekannte Titelmelodie entgegen.
Erst jetzt merken wir, wie klein dieser Bildschirm wirklich ist. Während man als geübter SML Gamer natürlich alles irgendwie erkennen kann, sieht das beim z.B. beim Punktestand schon anders aus. Dieser lässt sich nur mit einem sehr scharfen Auge erspähen und irgendwie erraten. Schade, daß man den schwarzen Rahmen nicht komplett für einen Screen genutzt hat. Das hätte wahrscheinlich schon sehr viel ausgemacht.

Interessanterweise kommt man mit den Steuereinheiten recht gut klar. Vielleicht nicht ganz so feinfühlig, wie es auf einem echten Gameboy möglich ist, aber durchaus brauchbar. Ob ich das Spiel so komplett durchspielen kann, wage ich (gerade in den höheren Levels) jedoch zu bezweifeln.

Aus diesem Grund laden wir nun mal einen anderen Klassiker und zwar DAS Spiel schlechthin. Es ist natürlich von Tetris die Rede. Übrigens, speichert das Pocket Sprite nach jedem Verlassen das laufende Spiel ab, so daß man (bei Bedarf) genau an dieser Stelle weiter spielen kann. Eine nette Sache.

In Tetris sieht das Ganze schon etwas anders aus. Dadurch, daß die Sprites größer sind uns man kein Bildschirmscrolling hat, kommt es dem kleinen Screen durchaus entgegen. Auch kann man Infos über die Linien, das Level, die Punktzahl und kommenden Bausteine noch erkennen.

Drückt man während eines Spiels auf den Power-Button, landet man im Ingame-Menü, in welchem man die Lautstärke & die Bildschirmhelligkeit einstellen kann. Weiterhin kann man das Spiel resetten, ein anderes laden, den Emulator verlassen oder auch das ganze Handheld ausschalten. Letzteres geht auch, wenn man den Power-Button lange gedrückt hält.

Was kann man abschliessend dazu sagen. Hmmm. Wir haben den Neo Geo Mini vor ein paar Tagen noch wegen des kleinen Bildschirms kritisiert. Auf diesem konnte man jedoch alles schön erkennen und durchaus spielen. Hier ist das ein anderes Thema. für 1,3″ braucht man schon ein Adlerauge und muss dennoch ein paar Dinge schätzen und erraten können. man möchte bei dem Gerät lieber von einem wirklich netten Gadget, als von einer ernstgemeinten Spielekonsole sprechen.

Klar, an einem Schlüsselbund geknüpft und lässig in der Bahn angeschmissen macht es gehörig Eindruck. Für insbesondere längere Sessions ist es jedoch wirklich nicht geeignet. Man sollte es eher als lustigen Spaß und als eine Hommage an die klassischen Handheld vergangener Zeiten sehen.

Dennoch bin ich für meinen Teil aus neugierig geworden, was dafür noch alles erscheinen wird…Emus, Exklusivgames, Musikplayer etc. Vieles wäre möglich.

Zusammengefasst als kurzes Fazit : Lustiges und smartes Gadget für Techgeeks. Kein Ersatz für eine echte Handheld Konsole. Nur für Kurzeinsätze gedacht um die Sehkraft der Augen nicht zu überlasten und am Ende noch Probleme zu bekommen!

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Senad, 37. Mag den seltsamen Retrokram mehr als Mario und Co. Macht keine 20 minütigen Pickup- und Flohmarktvideos.

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