(Foto: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH)

Ghostbusters Legacy Review

So, nun habe ich auch endlich Ghostbusters gesehen und möchte ein Fazit ohne allzu viele Spoiler schreiben.

Man muss dazu wissen, dass der originale Film von 1984 zu meinen Top 3 gehört und ich ihn unzählige Male angeschaut habe. Er war einer der ersten Filme, die ich seinerzeit in der Videothek ausgeliehen hatte. Wenn dann nach über dreißig Jahren noch einmal eine Fortsetzung erscheint, dann ist das Enttäuschungspotential verständlicherweise sehr hoch.

Dass sie den Staffelstab an eine jüngere Generation übergeben müssen: nachvollziehbar.

Dass mit Finn Wolfhard die momentane Allzweckwaffe gefühlt aller großen Franchises verpflichtet wurde wenn es um die Besetzung eines adoleszenten Hauptdarstellers geht: geschenkt.

Dass die Geschichte jedoch fast eins zu eins wiederholt wurde, nur eben mit unerfahrenen Kindern und Jugendlichen (die dann aber genauso effektiv agieren wie gestandene Wissenschaftler) das erinnerte mich leider allzu oft an Star Wars: Episode VII. Einige Einstellungen scheinen unverändert von Teil eins übernommen worden zu sein. Fan Service hin oder her: etwas Eigenständigkeit hätte es schon sein dürfen.

Was mir ebenfalls nicht gefallen hat, war das verschlafene Wüstenkaff als Setting. Die apokalyptische Bedrohung wirkt doch immer stimmiger, wenn sie sich in einer Großstadt mit vielen Menschen abspielt, die davon direkt betroffen sind. Nach dem Motto: stell Dir vor es ist das Ende der Welt, und niemand geht hin. (respektive bekommt es mit)

Dennoch wurde ich natürlich gut unterhalten und habe mir am Ende sogar eine Träne verkniffen. Die Auftritte der alten Recken hätten gern noch etwas umfangreicher sein dürfen. Ich meine, wir alle kennen Peter Venkman und seinen eigenwilligen Charakter. Dass sie daher nicht einmal eine kurze Szene eingebaut haben, in der Ray ihn aufsucht um ihn zu reaktivieren, finde ich schade. Nein, die drei verbliebenen Geisterjäger der alten Garde tauchen gegen Ende dann einfach so auf. Etwas entschädigt wird man dann immerhin durch zwei (!) Post-Credit-Szenen.

Wenn der Film jedoch eines geschafft hat, dann den unsäglichen Reboot von 2016 vergessen machen.

Ach ja: die Synchronsprecher von Murray und Aykroyd sind großartig!

Über Steffen Anton

Schreibt für die awesome Return und ist wohl das einzige Barney Stinson Double in Deutschland. Befüllt nun langsam seinen Retrochannel Nerdstuff & Nostalgia und hat ein sexy Monkey Island Tattoo.

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