In knapp einem Monat wird die Konsole 4 Jahre alt und ist bereits in Vergangenheit geraten. Grund genug sich einmal diese leckere Speise hereinzuziehen, denn sie vermag zu entzücken, ohne auf die Hüften zu schlagen.

Die, über die Crowdfounding-Plattform „Kickstarter“, ins Leben gerufene Videospielkonsole „Ouya“ erblickte am 25.Juni 2013 das Licht der Welt. Die auf Open-Source-Android-Technologie basierende Plattform sollte den Nutzern ermöglichen Spiele von Indieentwicklern, wie auch etablierten Firmen, für wenig Geld per Download über den integrierten Store zu kaufen. Die technischen Daten der Konsole sprachen damals für sich, denn der Tegra3 T33 Quad-Core Prozessor sollte zusammen mit der NVidia ULP GeForce GPU ein flüssiges Spielen aufwändigerer Spiele ermöglichen. Weiterhin hatte die wirklich winzige Konsole USB, Bluetooth und WLAN direkt mit an Board. Gepaart mit einem passenden Controller ist man schnell der Meinung eigentlich nichts zu vermissen.

Leider sah die Realität anders aus. Der sehr knapp bemessene RAM mit gerade 1GB Größe und die anscheinend doch nicht perfekt abgestimmte Hardware riefen schnell Kritiker auf den Plan.

Auch „Shadowgun“, welches DAS Vorzeigespiel für die Ouya sein sollte, lief nicht wirklich rund und sehr schnell wurde jedem Käufer klar, daß man wohl auf aufwändige Android-Spiele verzichten muss.

So kam es dann auch, daß nur noch Indie-Spiele erschienen und man, abgesehen weniger wirklich bekannter Android-Hits, kaum mehr etwas in dem Ouya-Store finden konnte. Es hätte noch die Chance bestehen können sich als reine Indie-Plattform zu etablieren, jedoch sind die meisten Titel eher von stark verminderter Qualität. Nur wenige stechen hervor.

Es war dann auch nicht verwunderlich, daß der Entwickler bereits 2 Jahre nach dem Release in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten kam, welche ihn letztendlich zwangen die Produktion der Konsole einzustellen.

Das klingt nun alles sehr negativ. Eigentlich ist es das auch. Jedoch hat die Konsole einige Kniffe parat, welche sie auch heutzutage noch als Plattform für den einen oder anderen interessant sein lässt.

Hier ist sowohl die Möglichkeit XMBC und Netflix zu betreiben, als auch Android-Apps per Sideload hochzuladen, erwähnenswert. Zu guter Letzt kann man im systemeigenen Store alle möglichen frei verfügbaren Emulationen downloaden. Die meisten wurden von Robert Broglia geschrieben, der sich in der Android-Emu-Szene einen Namen machen konnte. Seine Emus punkten durch gute Kompatibilität und Spielbarkeit.

Der in der Ouya verbaute Tegra3 Prozessor hat mit den meisten Emus, sogar PSX, Neo Geo und N64 keinerlei Probleme. Daher kann man die Ouya auch als einen Geheimtipp für Emulations-Fans ansehen.

Solltet Ihr die Möglichkeit haben ein Gerät günstig zu erwerben, habt keine Scheu und schlagt zu. Für einen günstigen Kurs erhaltet ihr ein unterm Strich doch gutes Stück Hardware, welches, bei geschickter Nutzung, seine wahren Stärken ausspielen kann.

Sammelt seltsames Retrozeug hat ein Faible für Roboter.

One comment

  1. Viel mehr lohnen sich hier der Mad Catz M.O.J.O. und der Razer Forge TV.
    Beide Firmen haben den Ouya Store aufgekauft und ihre eigene Android Konsole verkauft.
    Beide haben jedoch unterschiedliche Herangehensweisen. Während die eine Konsole offen für alles ist, hat die andere ein recht reglementiertes Menü.
    Dennoch haben beide, wie viele Android Systeme ein großes Problem. NUR 16 GB interner Speicher, der bei mir ruckzuck voll war.

    Wenn Ihr Lust habt Euch die Reviews dazu anzuschauen, dann kommt doch mal auf meinem Kanal vorbei. Hier stelle ich beide Konsolen vor. Wer braucht da noch die Ouya? 😉

    Esonator2 – Raum für Spiele
    https://www.youtube.com/channel/UCCyEpWLW5m0Zr-pGNFVmy5Q

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