Der Hanauer Netzwerkclub e.V. veranstaltet bereits zum 43. Mal die Homecon, die LAN-Party ohne LAN mit alten Männern und älteren Rechnern. Mir ist klar, dass dieser Satz abgenudelter ist als „Deine Mudda-„Sprüche, aber er passt. Zum Großteil… Denn seit längerer Zeit mischt viel Jungvolk mit und das bedeutet, dass die Homecons gefühlt auch immer größer und voller werden. Ich persönlich finde das gut, denn das bedeutet im Umkehrschluß auch, dass die Retroszene weiter wächst. Aus den einstigen Kellerkindern werden nun gesellige Bastler und Sammler.

Was ich persönlich am meisten an der Homecon mag ist, trotz wuseliger Atmosphäre, das Familiäre. Die meisten kennen sich schon und die, die zum ersten Mal dazu stoßen, werden freundlich empfangen. An jedem Tisch gibt es Kleinigkeiten zu sehen. Abgesehen von der fehlenden Musik, könnte das ganze Event auch „Reise nach Jerusalem“ heißen. Ständig wechseln Menschen die Sitzplätze, um am Nachbartisch mit der NEO GEO zu spielen, am C64 zu löten, gemeinsam den Atari ausseinander zu bauen oder einfach nur zu quatschen.

Mein kleines Highlight war das neue „Defend your castle“ von Mr. Atari. Ein niegelnagelneues Game für den Oldschool Atari 2600. Stefan Pitsch hatte das Spiel samt seinem Kamel-TV aufgestellt. Zerballer mit dem Katapult die Burg deines Gegners. Das Game gibt es für lockere 15 EUR.

Ich habe diesmal auch Trebor von Nerds and Geeks angetroffen. Laut seinem geschulten Auge waren diesmal irgendwas so zwischen 30-40 Leuten auf der Homecon, ich hätte sogar behauptet, es wären 50-500… but who cares. Die Stimmung war prima, denn die Veranstalter sorgen sich auch immer liebend um ihre Gäste. Sei es durch den draußen aufgestellten Grill oder des kostenfreien Süßigkeiten-Buffets. Kaffee und Kuchen sind ebenso frei. Falls sich der eine oder andere schlecht dabei fühlt – Eine sexy Spendendose befindet sich ebenfalls auf dem Tisch.

Apropo sexy – Der Martin, seines Zeichens Musikus, war auch vor Ort. Er hat sich von Thomas Daden seine zwei Amiga 1200 fixen lassen, damit er in Zukunft als Amiga-DJ die Veranstaltungen stürmen kann. Abgesehen davon bastelt er gerade ein paar Tracks für das Amiga Game Reshoot R zusammen. More to come 🙂

Oh, income: Es gibt einen allgemeinen Verkaufstisch, bei dem man seinen Retroshit verkaufen kann und einen offenen Geschenketisch, bei dem man seinen Retrokram verschenken kann.

Alles in allem ist die Homecon also ein kleines, aber schnuckeliges Event, welches man als Rhein-Main-Retro auf jeden Fall mal besucht haben sollte.

Hier finally das Video.

Senad, 37. Mag den seltsamen Retrokram mehr als Mario und Co. Macht keine 20 minütigen Pickup- und Flohmarktvideos.

7 comments

    1. Die Antwort ist ganz einfach. Man findet immer wieder auf der HomeCon „moderne“ Hardware, welche zu z.B. Emulationzwecken von alten Computerkram benutzt wird 😀 …
      //– Mugg –//
      (einer der HomeCon-Orgas ;-))

  1. Haben wir nicht gesehen und der kollektive Blockwartreflex hat versagt. Sonst hätte es natürlich Klassenkeile gegeben!

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