In Köln hat ein neuer Burgerladen aufgemacht. Sozusagen der nächste Burgerschuppen aller Zeiten. Diesmal ein wenig im Style einer in den USA heimischen Kette namens Barcade, nur mit dem Hauptaugenmerk auf Burger. Frische, juicy, handcrafted Burger.

Flynns Arcade zieht nicht nur zufälligerweise den Namensbezug zum wohl nerdigsten Disney Film ever. Im Film Tron dreht sich alles um Computer und auch um Games. Ein versteckter Raum im Flynns Arcade ist sozusagen der Zugang zur digitalen Welt der 80s Computer. Diesen Raum habe ich allerdings im Kölner Flynns Arcade nicht gefunden.

Dafür einen saftigen Cheeseburger – Hier „I CAN HAS CHEESEBURGER“ genannt. Generell haben alle Namen und auch die Speisekarte einen Bezug zur Videogame-Welt. Das war es dann aber auch. Denn wer hier eine Videospiel-Hölle mit einer coolen Mampf-Ecke erwartet, wird ein wenig enttäuscht.

Das Flynns Diner ist ein waschechter Burgerladen, mit einer kleinen Arcade-Ecke. Mehr nicht, weniger auch nicht. Dont get me wrong…

Der Burger war richtig lecker, die mexikanische zuckersüße² Cola war zuckersüß und die Kartoffelchips waren knusprig. Zusammen mit dem Dip echt bombig.

Der Aspekt des Gamings ist hier allerdings wirklich nur ein nettes Beiwerk. In meinem Fall wirklich nur ein (leckerer) Köder, denn mit dem Burger hatte ich mehr Spaß.

Warum?

Weil die Arcades lieblos in einer grauen Ecke stehen. Paar Geräte waren nicht an, bei einem war der Röhrenmonitor absolut verwaschen und einer stand auf Rollen. Versucht da mal mit Sailor Moon ein paar Dämonen zu verdreschen… genau, das Cabinet zappelt wie ein Hecht an der Angel. Möglich, dass man einfach nur vergessen hat, die Bremsklötze einzuhängen.

MAME und Pandoras Box liefen nicht ganz rund. Buttonbelegung war strange und bei Streetfighter 2 konnte ich glitchy Mooves mit Chun Lee tätigen. Glitchy Moves… mit Chun Lee. Ahehehehe…

Das Arcadefeeling setzte daher bei mir wirklich nicht ein. Ein kurzweiliger Spaß und schnell ein Foto für Instagram – Thats it.

Vielleicht lag es einfach daran, dass ich kurz nach der Eröffnung im Laden war. Denn man merkte auch, dass auch das freundliche Personal nicht ganz aufeinander eingespielt war. Kurzer Verzähler beim Wechselgeld, zweimalige Nachfrage nach der Burgerbestellung – but egal. Mein Essen war heiß und lecker, das ist was am Ende zählt.

Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich vielleicht nicht ganz zur Zielgruppe gehöre. Durch das Flipper- und Arcademuseum in Seligenstadt bin ich ein wenig verwöhnt, was Arcades angeht. Und das war ehrlicherweise mein Hauptantrieb, den Laden zu besuchen.

Denn Burger kann man mittlerweile „überall haben“, Burgerläden sprießen zur Zeit an jeder Ecke. Da ist es nur logisch, dass man mit einem etwas anderen Konzept aus der Reihe tanzen möchte. Wie lockt man Menschen zum ersten Mal in den Laden? Bei mir war es hier der Punkt „Hey, komm zocken und iss ’nen Burger!“

Das Essen (und darum sollte man Burgerläden hauptsächlich besuchen 😉 ) hat mich überzeugt.

Wer also eher ein Burgerfan mit kleinem Faible für Arcade hat, muss hier her. Wer stundenlangen Spaß an großen Kästen erwartet, wird ein wenig enttäuscht.

Nur ein kleiner Wunsch, rein optischer Natur. Ich persönlich fände es echt sexy, wenn die Ecke mit den Arcades ein ebenso cooles Wandgemälde bekommt. Denn in der anderen Ecke ist ein dicker, goldener Burger und ze King of Nintendo Mario an der Wand.

Link: Flynns Arcade bei Facebook

Flynns Arcade
Zülpicher Straße 46
Köln

2 comments

  1. Wenigstens das Essen hat geschmeckt. Das sieht aber auch echt lecker aus.

    Das Konzept von Flynns Arcade klingt ja gar nicht schlecht. Aber wenn das Motto schon Arcade ist, dann bitte schön auch konsequent und richtig.

    Die Arcade-Automaten lieblos in eine triste Ecke zu stellen; das geht ja gar nicht. Das scheint nix Ganzes und nix Halbes zu sein. Wie gewollt und nicht gekonnt.

    Da fahre ich doch lieber ins FAMS; auch wenn es da nicht so leckere Burger gibt. Dafür aber nette Leute, Arcade-Automaten, die nicht verloren in einer Ecke stehen und Telematch-Hefte.

    1. Wie gesagt, ich (und sicherlich auch du) sind hier eher die Rand-Zielgruppe. Ich glaube, bei Flynns sind die Arcade echt nur Beiwerk. Hauptaugenmerk liebt bei Burgerläden klar bei Burgern. Was ich natürlich gutheiße. Wäre ja Kacke, wenn nicht…

      Nichtsdestotrotz gebe ich dir Recht. Für das „Arcade“-Feeling geht man entweder ins Fams oder zu Retrogames e.V. nach Karlsruhe. Achso, die Currywurst ist im Fams doch sehr lecker 🙂

      Liebe Grüße
      Senad

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